- 22.02.2022 -

Stundenorientierung - Weniger ist (manchmal) mehr 

Von Marcel Boci

In unserem ersten Blogbeitrag zum Thema Stundenorientierung haben wir erörtert, warum wir den Begriff „Stundenleistung“ eher durch den Begriff „Stundenorientierung“ ersetzen würden. Denn im Grunde geht es um folgenden Fragestellung: Wieviel Arbeit kann man eigentlich einem Menschen zutrauen, ohne dass man ihn oder sie über- respektive unterfordert? Und diese Frage hat es in sich. Zunächst muss man sich jedoch darüber im Klaren werden, dass „höher, schneller, weiter“ nicht immer das Ziel sein sollte.


Um bei der Fußballanalogie aus dem ersten Teil zur Stundenorientierung zu bleiben: Spielt ein Team über einen zu langen Zeitraum mit starkem Pressing, drängt die gegnerischen Spieler:innen also in die eigene Hälfte, schwinden vor allem gegen Ende der Partie die Kräfte. Daher ist es unmöglich diese körperlich anstrengende Leistung über 90 (oder gar 120) Minuten aufrechtzuerhalten. Auch hier gilt es, seinem Team nicht zu viel abzuverlangen. Das machen die Trainer:innen mittels Empirie. Sie wissen genau, wieviele Kilometer die einzelnen Spieler:innen pro Spiel laufen.

Empirie vs. Subjektivität 

Daher macht es weder für Trainer:innen noch für Personaler:innen Sinn, sich nur auf die subjektive Wahrnehmung zu verlassen. Denn ohne empirische Daten hat man nie die finale Sicherheit, ob die Arbeit, die man seinen Mitarbeiter:innen gibt, angemessen ist. Denn sie sollte sie weder über- noch unterfordern. Diese Problematik kann man auf zweierlei Hinsicht umgehen:


  1. Man erfasst selbst empirische Daten über einen bestimmten Zeitraum. Das ist ein Prozess, der zwar zeitintensiv ist, einem jedoch neue Erkenntnisse über seine Mitarbeiter:innen und die tatsächlich zu bewältigende Arbeit gibt.
  2. Man arbeitet mit Daten, die bereits erhoben worden sind. Unser Partner Jurjen de Vries sammelt bereits seit 1980 empirische Daten. Zahlreiche Kund:innen konnten durch Jurjen de Vries bereits realistische Stundenorientierungswerte ermitteln, die sich positiv auf das Personal, die Rentabilität und die Kund:innen ausgewirkt haben.

These: Unterforderung ist ähnlich nachteilig wie Überforderung 

Waren Sie schon Mal in einem Restaurant, in dem Sie der einzige Gast waren? Man könnte davon ausgehen, dass man in einer solchen Situation den perfekten Service erhält. Keinen Stress in der Küche und das Personal hat ebenfalls Zeit sich um einen zu kümmern. Jedoch ist oftmals das Gegenteil der Fall. Durch diese Unterforderung wird das Personal (eher) nachlässig und stellt ein Handicap für alle Beteiligten dar. Ist das Personal jedoch krachend überfordert, so spiegelt sich das ebenso negativ im Service wider. Analog dazu kann man Parallelen sehen: Sowohl ein zu hoher als ein zu niedriger Stundenorientierungswert wirken sich nachteilig auf das Personal, die Kund:innen und das Unternehmen oder - in unserem Beispiel - das Restaurant aus.

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Das ist hier die Frage! 


Und welche essenzielle Fragestellung verbirgt sich überhaupt dahinter?


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